Ziele & Arbeit

Ziele & Arbeit der BürgerUnion Lindau

Stadtentwicklung mit Niveau

Wir wollen eine Betonung und Belebung der Inselatmosphäre als Wohn- Handels- Kultur- und Besucherzentrum und damit eine Förderung der Vielfalt und Verstärkung der bereits im Antrag zur Gartenschau aufgeführten Stadtstruktur als: „historisch gewachsen, mit einzigartigem Bezug zu Landschaft und See“.

Die unmittelbare Nähe zum Wasser birgt Chancen und Probleme. Wir müssen die Chancen nutzen und die Schwierigkeiten gemeinsam meistern.

Für das gesamte Stadtgebiet wollen wir eine stadtteilgerechte Erhaltung und -verbesserung der Lebensräume mit Förderung behutsamer Gewerbeansiedlung und Arbeitsplatzschaffung sowie einen bedarfsadaptierter Ausbau von sozialbedeutsamen Strukturen, orientiert am Lebensgefühl der Bewohner und der finanziellen Machbarkeit.

Dazu gehören eine Stärkung der Stadtteilzentren mit Erhalt der Grundschulen in allen Stadtteilen und einer Vernetzung der Kitas mit zentraler Platzvergabe.

Wichtig ist uns eine Förderung eines authentischen, anspruchsvollen, qualitätsbewussten Warenangebots auf der Insel. Ein höherwertiges Angebot und kaufkräftige Kunden bedingen sich gegenseitig.

Eine Steigerung der Attraktivität der Insel muss dies berücksichtigen. Ein aktives Leerstandsmanagement und ein effizientes Stadtmarketing sind wesentliche Voraussetzungen.

Unterstützung qualitativ hochwertiger Schaufenster-/Fassadengestaltung durch Aussetzung jährlicher Preisgelder (z.B. 10, 5, 3 Tausend Euro) durch die Stadt.

Wir wollen keine reine Museumsinsel und keinen reinen Freizeitpark.

Einflussnahme der Stadt bei der Umgestaltung und künftigen Nutzung des Inselbahnhofes.

Wiederbelebung des Stadtentwicklungsausschusses als „Zukunftsrat“ in neuer effizienterer Struktur unter Einbeziehung externer Erfahrung.

Mobilität für Alle

Wir verfolgen variable und zukunftsorientierte Konzepte, die die Bedürfnisse von Auto- und ÖPNV-Fahrern ebenso berücksichtigen wie die der Roller- und Fahrradfahrer, sowie der großen Gruppe der Fußgänger.

Lindau braucht Mobilität für alle. Lindau braucht Angebote statt Verbote.

Dazu gehören bedarfsangemessene,  inselnahe Parkmöglichkeiten in ästhetisch verträglicher Gestaltung, ein minimierter Parksuchverkehr, eine Flexibilisierung des Stellplatzangebotes (Erweiterungs- und Rückbaumöglichkeiten, je nach zukünftiger Bedarfsentwicklung) sowie passende, Bürgerentscheid-konforme Übergangslösungen.

Wir fordern den Erhalt möglichst vieler Parkmöglichkeiten auf der Hinteren Insel für Insel-Beschäftigte mit entsprechender Anpassung der Gartenschauplanung, ein eingeschossiges Parksystem auf dem KBP, Touristen-Auffangparkplätze mit möglichst guter Anbindung an den ÖPNV (Bus und Bahn; saisonale Shuttle-Anbindungen).

Zukünftige Planungen müssen Parkräume um den Bahnhof Reutin (bis Therme) ebenso einbeziehen wie einen optimierten schienengebundenen Bahn-Verkehr zwischen Reutin, dem Inselbahnhof und den Bahnhöfen Enzisweiler bzw. Oberreitnau. Ein Elektro-, Solar-, oder Wasserstoff – gestützter Busverkehr mit variablen Fahrpreisen (1 Euro Kurzstreckentickets, variable Mehrtagestickets), ergänzend ein Rufbussystem während der frühen Nachtstunden, sowie eine Bootsverbindung zwischen Therme und Hafen gehören dazu.

Weitere Punkte sind ein umsichtiger Ausbau der Fahrradwege ohne Fußgänger-gefährdende Rennstrecken sowie eine Optimierung der Ampelrotschaltzeiten durch den Stadtbus. 

Verwaltung ist Dienstleistung

Ein digitalisierter, moderner Bürgerservice entlastet Bürger und Verwaltung.

Frühzeitige und umfassende Information der Bürgerinnen und Bürgern über Medien, Bürger- und Stadtteilversammlungen, anstelle der derzeit praktizierten, nicht-representativen „Bürgerwerft“.  Damit „Demokratisierung“ der Bürgerbeteiligung.

Entscheidungsprozesse und Beschlüsse von Verwaltung und Stadtrat müssen offen und nachvollziehbar sein.  Keine Entscheidungslenkung durch teure Gutachten in Fragen, für deren Klärung das Fachwissen der Verwaltung und ein gesunder Menschenverstand ausreicht.

Stadtratssitzungen je nach  Themen auch in den einzelnen Stadtteilen.

Eine Projekt begleitende Kostenkontrolle von Anfang an bei künftigen städtischen Baumaßnahmen. Die bei dem Umbau/Neubau der Inselhalle gemachten Erfahrungen müssen uns Warnung sein für künftige Projekte. (z.B. Cavazzen).

Rechtzeitige Verhandlungsaufnahme und fairer Umgang mit Verhandlungspartnern mit Beachtung der voraussichtlichen Folgen auch für Drittbetroffene  (s. Bahnhof Reutin).

Fairplay im Umgang zwischen Verwaltung, Stadtrat und Bürgern.

Wir stehen für ein respektvolles Miteinander, Wertschätzung und Zuverlässigkeit.

Wirtschaftsförderung braucht Koordination

Stärkung des Handels vor Ort; keine Ansiedelung von zentrumsrelevanten Sortimenten am Stadtrand.

Einführung einer Lindau-App für  Hofläden und Regionalvermarktung (wo, wann, welches Angebot) – Unterstützung der heimischen Landwirtschaft.

Förderung einer behutsamen, aber trotzdem wirksamen Gewerbeansiedelung durch Erweiterung bestehender Gewerbegebiete und der Einrichtung einer Informations- und Koordinierungsstelle zur Beratung und Unterstützung von Industrie, Handel und Gewerbe.

Planung und Ansiedlung von Handwerks- und Gewerbehöfen für klein- und mittelständische Unternehmen (Flächenmanagement).

Kultur für Jeden

Unterstützung der hervorragenden Arbeit von Kulturamt, Club Vaudeville, Zeughausverein, Konzertverein und anderen Kulturträgern.

„KREATIV-Quartier“ auf der Insel: Einrichtung eines Jugend- und Kulturzentrums im Schützinger-Areal (Bahnwirtschaftsgebäude) mit Erhalt und Belebung des Areals durch Jugendzentrum, Veranstaltungsraum (z.B. Torfschupfe) für Jazz-Club, Kleinkunst, ClubVaudeville, Ausstellungen, Gastronomie mit Biergarten zwischen den Gebäuden, Ateliers, und Werkräumen (auch für Schulung und Kurse).

Schaffung einer städtischen Planstelle für einen „Koordinator“ der dort hilft, fördert, ordnet und kontrolliert.

Erwerb des Areals durch die Stadt und eine maßvolle Restaurierung/Instandhaltung in Absprache mit den dort Aktiven.

Ausfüllung eines von der Stadt vorgegebenen Konzeptrahmens durch Abstimmung mit den Lindauer Schulen z.B. mit der Veranstaltung von ideengebenden Workshops.
Entscheidender Vorteil: Erhalt von lebendigem, künstlerischem Ambiente mit Raum für die Jugend (auch bei schlechtem Wetter/Winter. Der Großteil der Lindauer Jugendlichen trifft sich bisher irgendwo in Parkanlagen in Ufernähe, auch im Winter).

Jugend / Senioren / Vereine: Ehrenamt stärken

Bündelung der Aktivitäten zur Jugendförderung durch legitimierten Jugendbeauftragten mit Verwaltungsstelle (Büro als öffentliche Anlaufstelle). 

Ehrenamtlicher Vereinsbeauftragter  mit weitgehender städtischer Unterstützung zur gerechten Einrichtung, Verteilung und Anpassung von räumlichen und finanziellen Ressourcen an Sport- und andere Vereine.

Bessere Vernetzung des ehrenamtlichen Seniorenbeauftragten mit Pflegeeinrichtungen, Sozialamt und GWG (z.B. Wohnungstausch) zu einer rechtzeitigen Vorsorgeplanung mit entsprechender städtischer Unterstützung.

Bauen & Wohnen: Lindau muss Lindau bleiben

Interessenswahrung und Sicherung von allen markanten, städtebaulich interessanten und historisch wertvollen Objekten durch Anwendung der städtischen Vorkaufsrechte.

Anpassung der Bebauungspläne zur moderaten Aufstockung und Dachgeschossausbau. Vorsicht bei Stadtbild verändernden Hochpunkten.

Adäquate, reduzierte Bebauung der Hinteren Insel mit vorwiegend vertikaler Gliederung auch als Familienhäuser (keine einfallslosen, horizontal gegliederte Wohnblock-Bebauung).

Überdenken der vorliegenden Rahmenplanung.

Sorgfältige Planung einer zukünftigen Nutzung des Bahnhofsgebäudes (z.B. als „Inselmall“)durch entsprechende Einflussnahme. 

Bei der Anwendung der SOBON (sozialgerechte Bodennutzung) sind die Verhältnisse vor Ort entscheidend mit zu berücksichtigen.

Förderung von bezahlbarem Wohnraum und Eigenheimen für junge Familien.

So nicht mehr

Kreisverkehr Europaplatz mit „Stolperfalle”

Stadtmauer Sina-Kinkelin-Platz

Treppe zur Römerschanze

Hochwasserwall am Maria-Martha-Stift

Hässliche, behindernde Fahrradständer

Wünsche

Kiosk mit Touristenbüro und Terrasse am Seebrückenbeginn (Karl-Bever-Platz)

„Weißbesegelte Sonnenuntergangsterrasse“ statt eines simplen, unattraktiven Kiosks an den Seetreppen auf der Hinteren Insel

Seetankstelle an einer der Bootsvermietungen 

Gedenktafel alter Friedhof

Umgestaltung Zollamt (und Finanzamt)

Als „Jahrhundertprojekt“: Parkhaus unter dem kleinen See

  • Die BürgerUnion Lindau unterstützt bei der Wahl am 15.03.2020 die Oberbürgermeisterkandidatin
    Frau Dr. Claudia Alfons